Hallo Mikrokosmonauten: Vielleicht war 2025 kein Drama, sondern ein Testspiel vom Universum

2025 war das Jahr, in dem ich so viel gewartet habe, dass ich mir fast eine eigene Wartemarke hätte drucken lassen können. Ich habe auf Antworten gewartet, auf bessere Zeiten, auf Zeichen vom Universum – und manchmal auf den Schlusspfiff. Denn ja: Dieses Jahr habe ich mich tatsächlich mit Fußball beschäftigt. Freiwillig. Zumindest phasenweise. Und plötzlich wusste ich Dinge wie Abseitsregel, Transferfenster und warum man niemals zu früh jubeln sollte – weder im Stadion noch im Leben. 2025 war kein Drama, sondern ein Testspiel vom Universum. Manchmal lief’s gut, manchmal hat der Schiri geschlafen, und manchmal stand ich einfach nur rum und dachte: „Okay, das ist also meine Nachspielzeit.“. Ich habe gelernt, dass Geduld nicht Stillstand ist. Dass man auf der Ersatzbank manchmal einfach sitzt, um kurz durchzuatmen – nicht, weil man verloren hat. Und dass selbst die härtesten Spiele irgendwann abgepfiffen werden. Manchmal mit Verlängerung, manchmal mit Elfmeterschießen – aber immer mit Erkenntnisgewinn.

 

Der Kosmos ruft zurück – irgendwann

Astrologisch gesehen war 2025 das Jahr des kosmischen Videobeweises. Pluto hat alles auf den Prüfstand gestellt, ist in den Wassermann gewandert – und wer jetzt glaubt, das klingt nach Neuanfang und Lichtenergie, der hat noch nie gesehen, wie Pluto beim Umzug hilft. Er reißt Schubladen auf, kippt Kisten um und sagt: Das brauchst du alles nicht mehr. Und während man sich noch fragt, wo der Boden ist, kommt Saturn vorbei und murmelt: Lern was draus. Kurz gesagt: 2025 war für viele von uns ein Jahr zwischen Sinnkrise, Neuanfang und der Frage, warum das Universum keine Gebrauchsanweisung hat. Und ich frage mich sowieso: „Haben wir das Chaos wirklich gehasst, oder hat es uns heimlich befreit?“

2025 war für viele kein Jahr der Balance. Eher ein Jahr, das brannte, krachte, forderte – ein Orkan, der Menschen gegeneinander, zu sich selbst, oder einfach nur an ihre Grenzen trieb. Manche suchen nach solchen Monaten die Stille. Andere spüren erst dann, dass sie überhaupt noch leben. Vielleicht sind es gerade die, die nicht zur Ruhe kommen, die uns am meisten faszinieren: die, die noch glühen, wenn alle anderen längst abgekühlt sind. Die, die das Chaos nicht fürchten, sondern verstehen, dass es manchmal das Einzige ist, was uns verändert. Denn Stürme sortieren. Sie nehmen uns vieles – aber selten das Falsche. Und wer danach noch steht, steht anders: klarer, aufrechter, wacher. Also ja – vielleicht war dieses Jahr kein leises Jahr. Aber wer will schon leise, wenn er endlich echt sein kann?

 

Zwischen Käsetheke und der dritten Liga

Neulich an der Käsetheke: Ich ziehe die Nummer 042. Aufgerufen wird gerade die 036. Die Frau neben mir schimpft, der Mann vor mir stöhnt –  und ich überlege kurz, ob ich in der Zeit noch ein halbes Leben planen oder einfach sterben soll. Dann wird’s mir plötzlich klar: Das hier ist wie Fußball. Alle glauben, sie wüssten, wann sie dran sind – aber das Spiel läuft, wie’s laufen soll. Egal, ob du gerade in der ersten Reihe stehst oder auf der Ersatzbank sitzt. Ich habe dann einfach durchgeatmet, der Frau mein freundlichstes „Wird schon!“-Lächeln geschenkt und beschlossen, dass Geduld manchmal die eigentliche Kür ist. Als endlich meine Nummer aufleuchtete, war mir alles egal – ich hatte längst gewonnen. Manchmal ist das Leben eben kein Wunschkonzert, aber mit genug Reife wird’s wenigstens ein richtig guter Gouda. Und ganz nebenbei – zwischen Käse, Kitsch und Kicker stelle ich mir ohnehin immer die Frage: Wie viel Revolution verträgt ein Herz, bevor es sich selbst neu erfindet?

Vielleicht genau so viel, bis es endlich aufhört, sich zu erklären. Bis es merkt, dass Liebe nicht immer laut ist – manchmal ist sie einfach nur ehrlich. Dass nicht jeder Abschied ein Verlust ist, sondern manchmal ein Neubeginn in Verkleidung. Und dass Menschen kommen dürfen, um etwas in uns anzustoßen, nicht um zu bleiben. Wir nennen es Herzschmerz, aber vielleicht ist es eher Herzumbau. Ein leises Erdbeben, das alles in Bewegung bringt, was zu lange stillstand. Und irgendwann, wenn der Staub sich legt, merkt man: Man ist nicht gebrochen – nur neu sortiert. Vielleicht war 2025 genau das: ein Test. Nicht vom Leben – sondern vom Herzen selbst.

2025 hat mir gezeigt, dass gewisse Verträge nie wirklich bindend sind. Gefühle halten sich nicht an Paragraphen, und das Leben kündigt ohne Frist. Und trotzdem bleibt etwas davon – nicht als Dokument, sondern als stilles Versprechen, dass manche Geschichten zwar enden, aber nie wirklich abgeschlossen werden. Und dass man am Ende weiß: Wir waren nie die Stille nach dem Sturm. Wir sind das Donnern, das bleibt.

Also ja: 2025 war laut, wild und voller Fehlpässe. Aber vielleicht war’s genau das, was es sein sollte: kein Weltuntergang, sondern einfach ein verdammt intensives Freundschaftsspiel. Mit Regenpausen, Platzverweisen und Momenten, in denen man sich fragt, ob der Ball überhaupt noch rollt. Und trotzdem: Irgendwie ging es immer weiter. Irgendwer hat immer gespielt. Und ich? Ich bin noch dabei. Vielleicht nicht immer in der Startelf, aber garantiert auf dem Platz, sobald das Leben wieder anpfeift. Vielleicht mit ein paar Grasflecken mehr, aber auch mit einem Lächeln, das sagt: Ich habe verstanden, worum’s hier geht. Nämlich nicht ums Gewinnen – sondern ums Spielen. Und wer weiß – vielleicht kommt die Verlängerung ja noch? Bleibt mir nur zu sagen: 2025, danke für nichts – und für alles. Du warst laut, du warst ehrlich, du warst unbequem. Aber du hast mich gezwungen, hinzuschauen. Und das ist vielleicht der Anfang von allem.

Und ihr? Wie lief euer Jahr 2025  – mehr Verlängerung oder Elfmeterschießen? Mehr Leidenschaft oder lieber kontrollierter Ballbesitz? Egal, wie’s steht: Hauptsache, ihr habt mitgespielt. Schreibt mir gerne eure Spielberichte:

Melanie.hartmann@live-magazin.de

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